Eine Landingpage ist unglaublich wichtig. Sie entscheidet darüber, ob der Kunde sich für dein Produkt oder deine Dienstleistung entscheidet oder nicht. Dabei kann man einige Dinge machen, die den Landingpage-Besucher ablenken, ihn nicht ansprechen oder gar wegjagen. Damit dir das nicht passiert, habe ich heute die Do’s and Don’t einer Landingapge zusammengefasst.

Lies sie dir vor der Erstellung der Seite durch, behalte sie im Hinterkopf und komm nach Fertigstellung gerne noch einmal hierher zurück, um zu kontrollieren, ob du wirklich an alles gedacht hast. Denn all diese Punkte können die Conversion Rate (wie viele Landing-Page Besucher am Ende kaufen) stark beeinflussen. Also legen wir los!

DO: ein Ziel festlegen

Eine Landingpage hat ein einziges Ziel: den Verkauf deines Produkts oder deiner Dienstleistung. Bevor du also startest die Seite zu erstellen, solltest du dir zum einen natürlich deinem Ziel bewusst sein. Zum anderen solltest du dich im Erstellungsprozess ggf. regelmäßig daran erinnern, was das Ziel ist.

Auf einer Landingpage solltest du z.B. keine verschiedene Produkte bewerben oder auf andere Dienstleistungen hinweisen. Es klingt vielleicht hart, aber erstmal interessiert das in dem Moment niemanden – die Leute haben Interesse an diesem Produkt und genau davon willst du sie ja auch überzeugen und nicht verwirren, ob das andere Angebot vielleicht doch besser passt.

DON’T: marktschreierische Überschrift

Wer kennt diese Überschriften heutzutage nicht: „Mache 6-stelligen Umsatz in 30 Tagen“, „Gewinne 1000 Neukunden in einer Woche“ usw. Nutze solche marktschreierischen Überschriften und Slogans nicht. Es ist zwar wichtig, dass du spezifisch bist und du kannst auch gerne Zahlen nennen. Aber ganz wichtig, nutze nur Zahlen, die auch wirklich stimmen und realistisch sind. Denn nur wenn deine Kunden diese Ziele erreichen, die du versprichst, werden sie dich auch weiterempfehlen.

DO: klares Angebot

Erkläre dein Angebot so gut du nur kannst. Jeder Besucher der Landingpage muss verstehen, was genau dein Angebot ist und was es enthält. Wenn die Person deinen Kurs abgeschlossen hat, was hat sie dann selbst für sich erreicht, welches Ziel wurde erreicht, welches Problem gelöst und welche Materialien und andere Features sind enthalten?

Wenn dein Website-Besucher dein Angebot nicht versteht und es verwirrend findet, wird er nicht kaufen. Bei manchen Angeboten ist das einfacher umzusetzen als bei anderen. Umfangreiche Angebote sind häufig schwerer auf den Punkt zu bringen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall etwas Zeit in die klare Formulierung des Angebots zu investieren. Denn wie gesagt, wo es kein Verständnis gibt, wird es auch keine Käufer geben.

DON’T: lange, ausschweifende Texte

Dieses Thema gilt allgemein für Websites. Trotzdem sieht man sie immer wieder die nicht enden-wollenden Absätze von Texten. Wir Menschen haben keine Zeit. Wir wollen Inhalte so schnell wie möglich erfassen. Wenn das nicht möglich ist, sind wir oft weg. Wir schauen uns das Ganze nicht weiter an.

Also bringe deine Inhalte auf der Landingpage auf den Punkt. Nutze Abschnitte, die z.B. mit unterschiedlichen Farben abgegrenzt sind, Zwischenüberschriften, Bullet Points, Icons und andere Elemente, die es dem Besucher möglich machen durch das bloße Scannen der Seite zu wissen, worum es geht und was er hier bekommt. Wenn die Person dann mehr erfahren möchte, schaut sie genauer hin, aber auch dann ist es immer noch wichtig, dass alles auf den Punkt gebracht wird und sozusagen keine Zeit beim Lesen verschwendet wird.

DO: gut sichtbare Call To Actions

Der Call To Action ist z.B. der Button, der dem Besucher sagt, hier kannst du kaufen und dabei sein. Dieser sollte mehrfach auf der Seite zu finden sein. Je länger die Seite, desto öfter natürlich. So muss der potentielle Kunde nicht lange suchen, wenn er sich für dein Angebot entscheidet.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass du im „above the fold“-Bereich deiner Website bereits ein Call to Action sichtbar ist. Das ist der Teil, den man als Erstes auf deiner Website sieht, ohne zu scrollen. Stell dir das so vor, wie bei Zeitungen – mit dem oberen Teil der ersten Seite, der bis zum Knick geht, musst du den potentiellen Leser überzeugen diese Zeitung zu kaufen. Im Grunde geht das above the fold Konzept auch auf Zeitungen zurück.

Nutze CTA auf deiner Landingpage

DON’T: Überladene Seite

Das Thema der überladenen Seite geht quasi Hand in Hand mit dem ausschweifenden Texten. Pack nicht alles auf deine Landingpage, was nur irgendwie ein bisschen passt. Denke hier minimalistisch und gebe dem potentiellen Käufer die richtigen und wichtigen Informationen, die er benötigt, um die Kaufentscheidung zu tätigen. Nicht mehr und nicht weniger.

DO: Nutzen und Vorteile für den Käufer erklären

Viele machen den Fehler und erklären den potentiellen Kunden nur die Inhalte des Produkts – also 10 Stunden Videomaterial, 4 Faceboook-Live Q & A’s pro Monat, Worksheets zu jedem Modul usw. Ja, das sind wichtige Informationen und sie gehören natürlich auch auf deine Website. Aber eben nicht nur.

Um dem Kunden zu zeigen, dass er dein Angebot genau jetzt benötigt, ist es wichtig, ihm die Nutzen und Vorteile zu erläutern. Warum sollte er dein Produkt kaufen? Welches Problem oder welche Herausforderung, die er im Moment hat, werden damit gelöst? Welches Ziel kann er erreichen? Das sind die Dinge, die den Käufer emotional ansprechen und das ist der Knackpunkt. Eigenschaften und Inhalte eines Produkts sprechen nicht emotional an. Es sind Informationen, die notwendig sind. 

Aber unsere Kaufentscheidung treffen wir nicht auf rationaler Ebene, sondern eben auf emotionaler. Denk mal darüber nach, wann würdest du dich eher angesprochen fühlen, wenn dir die Person sagt, es gibt 20 Module, 500 Seiten Material und Bonus XY oder weil dir die Person sagt, dass du nach dem Kurs deine eigene Website erstellt hast? Dass du dich nach dem Kurs selbstbewusster fühlst und leicht mit anderen ins Gespräch kommst? Dass du dein eigenes Logo in den Händen hältst?

DON’T: Menüzeile oder Verlinkungen auf andere Seiten

Ablenkungen haben auf einer Landingpage nichts zu suchen. Wie wir ganz am Anfang schon geklärt haben, eine Landingpage hat ein Ziel und wir fokussieren uns genau auf dieses Ziel. Es gibt keine Verlinkungen auf eine andere Seite deiner Website (abgesehen von Datenschutz und Impressum). Die Menüzeile wird ausgeblendet, denn diese lenkt zu sehr und zu schnell ab. Der Besucher kann schnell eine andere Seite sehen, die ihn interessiert und schon ist er weg und hat dein Angebot vergessen.

DO: für alle Endgeräte optimieren

Ich glaube, hier muss ich gar nicht viel zu sagen. Mehr als 60 % aller Suchanfragen in Google werden mit dem Handy durchgeführt und die Tendenz ist steigend. Dementsprechend wichtig ist es natürlich, dass deine Seite auch für mobile Endgeräte und nicht nur für den Desktop optimiert ist. Das ist nicht nur wichtig für das Nutzerlebnis deiner Landingpage-Besucher, sondern auch für dein Google Ranking.

Viele Page Builder wie Divi und Thrive Architect haben mittlerweile die Möglichkeit, die mobilen Seiten direkt am Desktop anzuschauen. Trotzdem solltest du das Ganze auch direkt an deinem Handy und deinem Tablet (wenn vorhanden) testen.

DON’T: die ganze Welt ansprechen

Wenn du mit deiner Landingpage die ganze Welt ansprechen möchtest, dann erreichst du am Ende niemanden. Überlege dir vor der Erstellung der Seite, wer dein Zielkunde ist. Sei hier so spezifisch wie möglich und denke nicht nur an eine Zielgruppe von Frauen zwischen 20 und 40 Jahren.

Am besten erstellst du einen Kunden-Avatar. Gib diesem Wunschkunden einen Namen, bestimme wie alt die Person ist und wo und wie sie lebt. Was sind die Herausforderungen, Probleme, aber auch die Träume und Ziele. Je besser du die Person kennst, desto besser. Bei der Erstellung des Kunden-Avatars kannst du nicht zu detailliert werden.

Dann mach dich an die Arbeit und erstelle deine Landingpage immer mit dem Blick auf diesen Wunschkunden. Überzeuge diesen Kunden von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung. Das bedeutet nicht, dass sich nur Personen angesprochen fühlen, die 100 % mit dem deinem Wunschkunden übereinstimmen. Auf gar keinen Fall. Es werden sich auch immer andere Menschen angesprochen fühlen, die Ähnlichkeiten mit der Person haben. Aber eine bestimmte Person im Kopf zu haben, gibt dir Klarheit und Fokus auf die Dinge, die wirklich relevant sind. Du sprichst die richtigen Menschen mit deinem Produkt an und nicht alle nur ein bisschen. Nur wer wirklich überzeugt ist, sich selbst auf deiner Seite wiederfindet und emotional angesprochen fühlt, wird kaufen.

DO: vertrauensschaffende Elemente

Auch vertrauenbildene Elemente auf der Landingpage sind unglaublich wichtig, besonders, wenn du vielleicht keine riesengroße Community hast, mit der du dich unglaublich verbunden fühlst. Solche Elemente sind z.B. ein Abschnitt „bekannt aus“, in dem du Logos bekannter Marken zeigen kannst, die über dich berichtet haben, die ein Interview mit dir geführt haben oder auf dessen Seite du einen Gastartikel geschrieben hast.

Wenn du bisher nicht großartig bekannt bist (aber auch wenn du bekannt bist), sind Testimonials über deine Arbeit gold wert. Am besten mit Fotos der Kunden, die diese Referenz da lassen. Das macht das Ganze greifbarer und realistischer für den Besucher.

Außerdem kannst du Testsiegel, wie z.B. von Proven Expert oder Sternebewertungen hinterlegen.

Bewertungen auf der Landingpage

DON’T: hunderte Informationen des Käufers abfragen

Mach den Kaufprozess so einfach wie möglich für den Kunden. Frage nur Informationen ab, die du auch wirklich benötigst für die Bereitstellung deines Produkts und um deine Buchhaltung zu machen. Wenn du die Telefonnummer nicht benötigst, um das Produkt auszuliefern, dann frag es auch nicht ab. Je mehr Menschen ausfüllen müssen, desto schneller sind sie weg und kaufen am Ende vielleicht doch nicht.

DO: erklären, warum du das Produkt anbietest und warum sie sich für dich entscheiden sollten

Auch eine Über mich Section ist für deine Landingpage ein Muss. Mach hier keine lange Geschichte über dein Leben draus und erkläre lang und breit, was für Ausbildungen du gemacht und welche Auszeichnungen du bekommen hast. Erkläre, warum du dieses Produkt anbietest und der potentielle Kunde sich genau für dich entscheiden sollte. Warum bist du die oder der Richtige?

Komm auch hier auf den Punkt und schreibe nur, was in diesem Moment relevant für die Person ist.

DON’T: in Fachchinesisch schreiben

Nein, Fachsprache zeigt nicht zwingend, was für ein super Experte du bist. Fachsprache verwirrt häufig einfach nur. Schreibe so, wie du auch sprichst und wie deine Zielgruppe spricht. Dein Angebot muss verstanden werden und Punkt. Besonders wenn der Unterschied zwischen der Art wie du schreibst und wie du sprichst groß ist und du anschließend durch einen Kurs, ein Mentoring oder 1:1 Coaching mit der Person in Kontakt bist, wird es schwer. Mit einem großen Unterschied in Schriftsprache und mündlichem Ausdruck hast du ggf. das Problem, dass die Person verwirrt ist, weil sie sich vielleicht plötzlich nicht mehr angesprochen fühlt und das reduziert das Vertrauen.

Darum ist es für mich besonders wichtig, dass meine Website, mein Angebot und mein Blog genau meine Sprache spricht. Ich könnte jetzt allein in diesem Abschnitt schreiben „Mit einer großen Diskrepanz zwischen ….“ und „darum plädiere ich, dass Websites…“. Das mache ich aber nicht, weil ich so nicht spreche und ich möchte, dass meine potentiellen Kunden, mich auch vor der Zusammenarbeit mit mir bereits kennenlernen – so wie ich bin und nicht anders. Und du solltest auf einer Landingpage und deiner Website, deinen Social Media Profilen und überall, wo du Marketing machst, das gleiche tun.

Fazit

Nun kannst du loslegen und deine Landingpage erstellen. Du kennst die Do’s und Don’ts einer Landingpage und kannst diese für dich selbst umsetzen. Wenn du die Seite fertiggestellt hast, komm gerne nochmal hierher zurück, lies den Artikel und kontrolliere, ob du dich wirklich an alles gehalten hast.

Erzähl mir in den Kommentaren, was für dich neu war oder wo du dich vielleicht erwischt hast, was du aktuell noch anders machst!