Viele Menschen träumen vom großen passiven Einkommen durch Onlinekurse. Sie erstellen Kurse – mit Sicherheit sogar richtig gute Kurse – aber scheitern dann trotzdem am Verkauf. Nur wenige Menschen kaufen ihren Kurs.

Dafür kann es verschiedene Gründe geben, aber meist liegt es daran, dass die Kurs-Ersteller sich nicht gut genug vorbereitet haben. Vielleicht sind sie gerade erst selbständig und niemand kennt sie. Vielleicht haben sie 500 Follower auf Instagram, aber auch die interessieren sich eher für andere Themen.

Damit es dir nicht so geht und du deinen Kurs launchst und die Leute tatsächlich kaufen, möchte ich dir ein paar Tipps geben, die du umsetzen solltest, bevor du einen Onlinekurs erstellst. In meinen Augen sind dies die Voraussetzungen dafür, dass dein Kurs wirklich erfolgreich wird.

Aufbauen von Reichweite auf deinen sozialen Medien

Wir leben in einer Zeit, in der man alles googeln und herausfinden kann. Wir kaufen aufgrund von Emotionen, Vertrauen und Empfehlungen von Freunden oder Bekannten. Was also Grundvoraussetzung sein sollte, ist, dass deine Follower und potentiellen Kunden Vertrauen zu dir haben. Zeige dich also authentisch, auch mal hinter den Kulissen der Arbeit, zeige, dass du gut bist, in dem, was du machst und biete Mehrwert, der deinen potentiellen Kunden etwas bringt.

Vielleicht denkst du jetzt, aber warum brauche ich eine Social Media Reichweite, um dieses Vertrauen zu gewinnen? Natürlich geht es auch anders, du kannst z.B. über deinen Blog Vertrauen aufbauen, aber über Social Media bist du einfach näher am Kunden und er näher an dir. Du kannst direkt mit ihm interagieren, Fragen klären, Kommentare beantworten usw. Und das solltest du auch tun, denn je mehr Menschen dich kennen und dir vertrauen, desto mehr Menschen werden deinen Kurs kaufen.

Ich möchte dir hier keine Zahl an Followern empfehlen, denn das ergibt schlicht und einfach keinen Sinn. Die Größe der Reichweite, die für einen erfolgreichen Launch zu empfehlen ist, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Zum Beispiel kommt es darauf an, in welcher Nische du positioniert bist und wie aktiv deine Follower mit dir interagieren und auch tatsächliches Interesse zeigen.

Kennenlernen deiner Zielgruppe

Dieser Punkt ist im Prinzip der Wichtigste. Wenn du nicht weißt, für wen du deine Produkte erstellst, dann wirst du sie auch nicht verkaufen. Du musst deine potentiellen Kunden so gut wie möglich kennen, denn dann kannst du deine Onlinekurse oder auch anderen Produkte genau auf die Bedürfnisse dieser Menschen abstimmen und optimieren.

Eine gute Übung, um die Zielgruppe bzw. deinen idealen Kunden genau zu bestimmen ist die Definition einer Buyer Persona. Dies ist eine konkrete Person, die entweder wirklich existiert oder du sie dir eben entsprechend ausdenkst. Über diese Person solltest du so viel wie möglich wissen. Angefangen von Name, Alter, Familienstand, berufliche Situation bis hin zu Interessen, Werten, Träumen und Zielen, Problemen und Herausforderungen.

Diese Übung wird dir nicht nur dabei helfen, deine Kurse zu optimieren, sondern auch deinen Content zu erstellen. Du wirst sehen, dass wenn du die Probleme genau kennst, fällt es dir leichter Blogbeiträge; Newsletter oder Social Media Beiträge zu schreiben. Das hat dann wiederum zur Folge, dass du genau die richtigen Menschen anziehst, die dein Produkt suchen und kaufen möchten.

Aufbau deiner E-Mail-Liste

Wenn du nun also weißt, wen du erreichen möchtest, solltest du damit beginnen, eine E-Mail-Liste aufzubauen. Denn wenn du mit dieser Liste deine Zielgruppe ansprichst und du dir auch den nächsten Punkt dieses Artikels zu Herzen nimmst, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Teil deiner Zielgruppe deinen Onlinekurs oder dein digitales Produkt auch kaufen wird.

Heutzutage ist es am einfachsten seine E-Mail-Liste mithilfe eines Freebies aufzubauen. Du erstellst also ein kostenloses Produkt, was viel Mehrwert bietet. Im Austausch gegen die E-Mail-Adresse können deine Website-Besucher dieses Freebie herunterladen.

Ein Freebie ist meist ein PDF oder Ebook, aber auch kleine E-Mail-Serien, ein Videokurs oder eine Challenge sind denkbar. Sei kreativ und lass dir was Tolles für deine Besucher einfallen. Sei auch nicht zu sparsam mit dem Input, den du gibst. Denk daran, du möchtest die Menschen davon überzeugen, dass du deine Arbeit super machst, dass du weißt, wovon du sprichst und du möchtest Vertrauen aufbauen. Außerdem solltest du bei der Konzeptionierung deines Freebies deinen Kurs im Hinterkopf haben, so dass im besten Fall ein fließender Übergang zwischen Freebie und Kurs entsteht.

Ein Beispiel wäre eine E-Mail-Sequenz als Freebie zu erstellen, wie man sich seine eigene Website einrichtet – inkl. Domain- und Hostingpaketkauf und WordPress Installation. Etwas später wird ein Kurs angeboten, bei dem es dann tiefer geht und du lernst, wie du Seiten und Beiträge erstellst, mehr über HTML und CSS erfährst usw.

Regelmäßig E-Mails mit Mehrwert versenden

Wenn du dann E-Mails in deiner Liste hast, solltest du regelmäßig E-Mails mit Mehrwert versenden, achte also darauf, dass du nicht in jeder E-Mail den Verkäufer spielst. Wenn die Leute nichts als Werbung aus deinen E-Mails ziehen, werden sie sich abmelden.

Stell dir aber vor, was passiert, wenn sie super Tipps von dir bekommen und diese Tipps wirklich Unterschiede in ihrem Leben machen. Dann bietest du kurz darauf einen Kurs an, der optimal auf ihre Situation passt. Die Wahrscheinlichkeit wird groß sein, dass die Person bei dir kaufen wird. Eben weil sie dir vertraut und du ihr bereits mit deinem Gratis-Content sehr weitergeholfen hast. Schreibe also auch hier nicht blind irgendwelche Tipps, sondern habe immer deinen Kurs im Hinterkopf.

Kurs im Kleinen durchspielen

Während du die zuvor genannten Punkte umsetzt, kannst du deinen Kurs bereits im Kleinen durchspielen, um zu sehen, wie es funktioniert. Du stellst fest, welche Teile du wegnehmen kannst und was ggf. noch fehlt.

Dies machst du am besten im Einzelcoaching oder im Coaching in kleinen Gruppen. Hier kannst du dich regelmäßig mit den entsprechenden Personen treffen, z.B. via Zoom und deinen Kurs so durchführen, wie du es für später geplant hast. Du bleibst aber flexibel und passt deine Lerneinheiten entsprechend der Bedürfnisse und Fragen der Teilnehmer an. So erhältst du unglaublich wichtige Einblicke, bevor du dich an die Arbeit der Aufnahme der Videos und Erstellung der Arbeitsmaterialien machst. Das spart zum einen Zeit und zum anderen wird dein Kurs natürlich erfolgreicher sein, weil er optimaler auf deine Zielgruppe zugeschnitten ist.

Fazit

Wie du also siehst, gibt es einige Dinge, die du umsetzen kannst, bevor du einen Kurs erstellst. Natürlich ist am Ende alles optional. Ich habe schon Leute gesehen, die einen Onlinekurs nur über ihre Reichweite auf Instagram erfolgreich verkauft haben. Nichtsdestotrotz sind dies meine Empfehlungen, damit dein Kurs auch tatsächlich gesehen und gekauft wird. Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne per E-Mail an info@stefkapoessel.com oder via Instagram kontaktieren. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg zum Kurslaunch!